Diese Seite ist Maika, meiner kleinen
Zuckermaus gewidmet
MAIKA
08.05.2008 – 11.06.2009
Maika 1 Monat bevor sie gestorben ist :(
Im Gedenken an meine „kleine Zuckermaus“, welche ich nie
vergessen werde....
***********************************************
Gedicht Abschied Lautlos schwebt ein Blatt vom Baum, ganz allein,
viel zu früh. Ein Windhauch entführt es meinem Blick.
Es wird irgendwann ein neues Blatt geben, doch kann es
nie wieder so sein wie du.
***********************************************
Maika, meine kleine Maus……………
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als
ich dich holen gegangen bin.
Du durftest am gleichen Tag mit Cyrilla und
Elisa bei mir einziehen. Es war September 2008, als du zu
Oliver eingezogen bist.
Du warst eine ganz spezielle Dame und auch
ganz anders als all meine anderen Meeris, nur konnte ich nie
genau sagen weshalb.
Du mochtest anfangs kein Gemüse und hast dich
lange versteckt. Du hattest etwa 2 Wochen, bis du dich bei
mir einigermassen anklimatisiert hast. Oliver und du hatten
anfangs ein wenig Probleme sich aneinander zu gewöhnen, dass
sicher auch daran lag, dass Oliver vorher noch nie mit
einem Weibchen zusammen war, da er bisher in meiner
Kastratengruppe gelebt hat. Oliver war dann auch grad noch
krank und dadurch wurde die Sache auch nicht einfacher für
euch beide.
Du warst meine kleine "Spezialistin" in
Sachen Augenverletzungen. Du warst hibbelig und irgendwie
auch ein nervöses Meeri. Es war mir ein Rätsel, wie du das
immer wieder geschafft hast, dir eine Augenverletzung
zu zu ziehen. Die anderen Säulis hatten auch nie eine
Augenverletzung. Du aber hast es geschafft, innerhalb 6
Wochen gleich zweimal am gleichen Auge eine Verletzung zu
haben.
Als wir das dann alles hinter uns hatten, hat
sich Oliver mit dir sehr schnell angefreundet. Du warst wie
ein kleiner „Heugümper“. Klein, wendig und flink wie ein
Wiesel. Oft bist du über den Wassernapf gehüpft anstatt
darum herum zu laufen
J
Du bist auch sehr schnell anhänglich geworden
und ich durfte dein Vertrauen schnell geniessen. Du wolltest
mir stets den Arm hoch krabbeln.
Dann im November/Dezember musste ich leider
feststellen, das dein Gewicht rapide heruntergegangen war
(von ca. 620g auf 500g). Da haben bei mir natürlich die
Alarmsirenen geläutet! Du hast Dich aber ganz normal
benommen und auch immer normal gefressen.
Seit diesem Tag hatte ich dich aber unter
strenger Gewichtskontrolle. Ich hatte mich dann entschieden,
dich ein wenig mit Päppelibrei zu unterstützen. Leider
wollte aber dein Gewicht von diesem Tag an nie mehr richtig
steigen. Im Februar bin ich dann mit dir das erste Mal zum
TA gegangen, da ich die Zähne untersuchen lassen wollte und
auch der Verdacht auf eine Schilddrüsenüberfunktion bei mir
im Kopf herumgeschwirrt ist.
Leider wolltest Du dich aber vom TA ganz und
gar nicht gerne untersuchen lassen und wärst dabei vor Angst
noch fast gestorben. Wir haben dann die Untersuchung wieder
abgebrochen und sind nach Hause gefahren.
Du hast weiterhin ganz normal gefressen und
nichts hat auf die Zähne hingedeutet. Dein Gewicht blieb
aber unten und machte mir immer noch Sorgen. Und natürlich
hätte ich auch immer gerne wissen wollen, was genau dir denn
eigentlich fehlt.
Dann im Mai haben wir nochmals einen Versuch
zum TA zu gehen gestartet. Da hat die Untersuchung endlich
geklappt. Die Zähne waren aber in Ordnung. Gleichzeitig
wurde dir dann auch noch Blut abgenommen. 3 Tage später
musste ich leider vernehmen, dass du wohl schwer krank sein
musst. Deine Leberwerte waren 5mal so hoch wie normal. Ich
habe mir natürlich lange Gedanken gemacht,
weshalb............... Was du aber genau hattest, wusste
keiner so genau.
Um genaueres heraus zu finden, hättest du
nochmals zum TA gehen müssen und dir nochmals Blut abnehmen
lassen müssen. Bei deinem Gewicht von nur noch 490g wollte
ich dir den Transport und eine weitere Narkose aber
ersparen. Wir haben dann Tag täglich um dein Gewicht von
500g gekämpft. Du warst immer eine ganz brave Maus und hast
das CCC vom Boden aus direkt von der Spritze genommen. So
musste ich dich nicht immer herausnehmen. Auch dazu mal
warst du immer noch sehr fit und hast auch selber noch
gefressen. Dann kam der Tag, an dem ich dir sogar mit dem
Päppelbrei nicht einmal mehr recht helfen konnte. Dein
Gewicht drohte wieder runter zu gehen. Wir haben dann
weitergekämpft.
Dann hast du langsam mit den Sachen, die du
normalerweise gefressen hast, aufgehört zu fressen. Die
Pellets waren das Erste, die du verweigert hast.
Was du immer sehr gerne mochtest war
Zucchetti. Du warst ein richtig kleines Zucchetti-Monster
und hast immer alles schön brav aufgefressen. Auch
Maiskörner, Apfel, Gurke, Banane, Fenchel und Rüebli
mochtest du lange Zeit sehr gerne.
Dann bist du langsam immer stiller und
stiller geworden und nur noch selten herumgelaufen. Wenn ich
aber nach Hause gekommen bin und dich gefüttert habe, warst
du stets munter und zufrieden. Du bist mir dann am Schluss
immer den Arm hochgekraxelt und wolltest zu mir hoch kommen.
Auf meiner Brust konntest du stundenlang „pfüsele“
J
Du warst so süss! Man hat gesehen, dass du dich bei mir
wohlfühlst und wir haben es stets beide immer genossen :)
Dann kam der Tag, an dem ich dachte, es geht
nicht mehr, ich müsse dich wohl über die Regenbogenbrücke
gehen lassen. Ich habe mich mit dem Gedanken schon
abgefunden, so gut es eben ging, als ich dann aber um 12 Uhr
nach Hause gekommen bin, bist du mir wieder quiekend
entgegengesprungen. Natürlich habe ich es dann nicht übers
Herz gebracht, die einschläfern zu lassen, denn in diesem
Moment gab es keinen Grund mehr dafür. Also haben wir
weitergekämpft. Trotz des grossen Aufwandes, war es mir
immer eine Freude, wenn du mir dein Vertrauen geschenkt
hast.
Ich habe dich sehr lange auch mit
homöopathischen Mitteln versucht zu unterstützen. Ich habe
sie sogar in Deutschland kommen lassen, da die Mittel in der
Schweiz nicht erhältlich waren. Auch diese hast du immer
ganz brav eingenommen.
In deinen letzten Tagen hast du begonnen
ziemlich viel zu trinken, was leider kein gutes Zeichen war
und ich das auch wusste. Du bist fast alle 10 Minuten am
Wassernapf trinken gegangen. Da wusste ich, das nichts
Gutes im Tun war.
Du hast es sogar fertig gebracht, in den
letzten beiden Wochen deines Lebens, nochmals eine
Augenverletzung zu bekommen. Aber wie hätte es auch anders
sein sollen....
Dann musste ich leider feststellen, dass du
nur noch im Häuschen herumgehockt bist und gewartet hast,
bis man dich füttert. Du warst aber nie apathisch oder so,
sondern bist einfach im Haus geblieben.
Auch dein Auge
habe ich tagtäglich mit Salbe versorgt. Aber auch dieses
wollte einfach nicht so recht besser werden.
Dann am
11.06.2009 habe ich mich entschieden, dass du über die
Regenbogenbrücke gehen sollst, da ich dir grössere Schmerzen
ersparen wollte. Und auch ich konnte es nicht mehr ertragen,
dich so zu sehen. Es war wirklich ein ganz trauriges
Telefon, das ich zu machen hatte..
Also habe ich
dich um 14.30 eingepackt und dann haben wir uns auf deinen
letzten Weg gemacht. Im Wartezimmer hatten wir noch 15
Minuten Zeit, du lagst wie immer auf meiner Brust, uns
voneinander zu verabschieden.
Als du die Spritze bekommen hast, bis du mir
sofort wieder den Arm hoch gerannt und durftest auf meiner
Brust ganz friedlich einschlafen. Ich war sehr traurig.
Jetzt hast du es
geschafft und bist bereits über die Regenbogenbrücke
gegangen. Ich hätte so gerne gewusst, was genau dir denn
gefehlt hat? Darüber nachzudenken macht jetzt wohl aber
keinen Sinn mehr........................
Am gleichen
Abend habe ich dir dann in meinem Garten ein Grab
geschaufelt, worin ich dich dann begraben habe.